Stolpersteinprojekte am FGN

Die Stolpersteine wurden vom Künstler Gunter Demnig im Jahr 1992 eingeführt, um an Menschen zu erinnern, die in der NS-Zeit deportiert, ermordet, verfolgt oder vertrieben worden sind. Stolpersteine sind Betonsteine mit einer individuell beschrifteten Messingplatte, die an das Schicksal der Menschen erinnern sollen. Um die Inschriften lesen zu können, muss man sich verbeugen – dies stellt eine symbolische Geste gegenüber den Opfern dar. Die Stolpersteine werden meist an den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer im Pflaster des Gehwegs eingelassen. Dadurch, dass bisher über 73000 Stolpersteine – nicht nur in Deutschland – sondern in 23 weiteren Ländern verlegt wurden, stellen sie das größte dezentrale Mahnmal der Welt dar.

Stolperstein1

Das Freie Gymnasium Naunhof arbeitet seit dem Schuljahr 2016/2017 an Stolpersteinprojekten – in Kooperation mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. Leipzig (Zentrum und Begegnungsstätte für gelebte Zivilcourage und Demokratie in Geschichte und Gegenwart) zusammen – sodass in den vergangenen Jahren bereits vier Stolpersteine in Naunhof als Zeichen gegen das Vergessen verlegt worden sind: drei für die jüdischen Opfer Marie Mindel Naundorf (Stolperstein am Bahnhof), Max Moses Ratner und Moses Wittensohn (Stolpersteine am Rathaus) sowie für ein Euthanasieopfer – Arthur Alfred Kieschnick (Stolperstein in der Gartenstraße). Im Rahmen dieser Stolpersteinprojekte recherchieren die SchülerInnen zu dem NS-Opfer (u.a. im Staatsarchiv Leipzig) und gestalten einen Flyer, um Spenden für die Verlegung zu sammeln. Zudem sind die SchülerInnen in der Verantwortung, diese Stolpersteine am 9. November, einem geschichtsträchtigen Datum in der Deutschen Vergangenheit, zu putzen – um zu Erinnern, zu Gedenken und zu Mahnen!!!

In den kommenden Jahren werden weitere Stolpersteine in Naunhof als Zeichen für Zivilcourage und Demokratie eingelassen.

J. Wagner-Klotzsch

 


Schule und digitale Demokratie

Das Projekt „Schule und digitale Demokratie“ will  Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte dabei unterstützen, den Herausforderungen und Entwicklungen der modernen Netzkultur zu begegnen. Zwei Jahre lang werden Schüler, Lehrer und Eltern von Profis in Workshops, Fortbildungen und Elternabenden fit gemacht. Dabei spielt besonders die Wertevermittlung im Bereich der sozialen Medien eine Rolle, um Online-Diskriminierung in Form von Cyber-Mobbing oder Hate Speech vorzubeugen. Aber auch Themen wie Fake News und Datenschutz spielen eine Rolle.

Das Projekt ist eine Kooperation der Aktion Zivilcourage e.V. mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus. Es wird im Rahmen der Umsetzung des Handlungskonzeptes „W wie Werte“ durchgeführt.

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